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Outplacement ist out

“Termination should end the job. Not the man!” – Bill Morin.

Diese Worte des US-amerikanischen Outplacement-Pioniers Bill Morin gelten heute mehr als je zuvor. Bis zum Ende der 90-er Jahre galt ein Jobverlust in den meisten Branchen als Stigmatisierung. Das hat sich geändert. Denn Kündigungen gehören in Zeiten globalisierender Märkte und Schnelllebigkeit der Wirtschaft zum Berufsalltag wie Einstellungen. Der verantwortungsbewusste Umgang mit berufsbedingten Trennungen wird vor diesem Hintergrund immer wichtiger. Professionelle Outplacement-Beratungen müssen sich dieser Entwicklung anpassen und ihr mehr denn je Rechnung tragen.

Der Begriff Outplacement hat seinen Ursprung in den USA. Nach dem 2. Weltkrieg sollten amerikanische GIs in die zivile Beschäftigung reintegriert werden. Die Psychologen John Drake und Jerry Beam nahmen sich des Themas an und gründeten 1967 das Beratungsunternehmen „Drake, Beam & Associates“. Mit Wiliam J. Morin als CEO wurde das Unternehmen 1979 in „Drake Beam Morin Inc.“ umbenannt.

Outplacement-Beratungen konzentrieren sich seither auf die Trennungsanalyse, eine Stärken/Schwächen-Analyse, die Erstellung der Bewerbungsunterlagen, dem Training von Bewerbungsgesprächen und ein bisschen flankierende Unterstützung beim Bewerbungsprozess. Die klassische Beratung ist hier meist zu Ende. In Zeiten, in denen es keine lebenslange Beschäftigungsgarantie mehr gibt und Jobverluste nicht mehr als persönliches Scheitern angesehen werden, muss sich auch die Beratungsleistung ändern. Die Hilfe zur Selbsthilfe ist hier nicht mehr ausreichend, die klassische Outplacement-Beratung ist out. Viel mehr sollte hier der Begriff Executive Positioning angewandt werden, denn es gilt, den entscheidenden Schritt weiter zu gehen und Menschen konkret neu zu positionieren und nicht nach der klassischen Beratung aufzuhören. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß.

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