Delta Diversity

diversitySeit dem 1. Oktober 2015  ist das „Gesetz über die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ in Kraft. Die fixe Mindestquote von 30 Prozent gilt für Unternehmen,  die börsennotiert sind und der paritätischen Mitbestimmung nach dem Gesetz über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer (MitbestG), dem Montan-Mitbestimmungsgesetz (Montan-MitbestG) oder dem Montan-Mitbestimmungsergänzungsgesetz (MitbestErgG) unterliegen – derzeit rund 100 Unternehmen. Im Rahmen der Flexi-Quote müssen Gesellschaften, die börsennotiert oder mitbestimmt sind, seit September 2015 eigene Zielgrößen für den Aufsichtsrat, Vorstand sowie die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festlegen.

Dass dieses Gesetz nötig ist, zeigen aktuelle Zahlen: Der Anteil weiblicher Führungskräfte in Spitzenpositionen der deutschen Wirtschaft ist nach wie vor sehr gering. Derzeit liegt  der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der TOP-160 Unternehmen in Deutschland bei 18,9 Prozent. In den Vorständen ist die Zahl noch geringer, hier sind nur 5,8 Prozent weiblich. Und das, obwohl die Zahl qualifizierter Frauen stetig zunimmt. Auch die freiwilligen Selbstverpflichtungen der Unternehmen konnten dieser Entwicklung keine Rechnung tragen – der Anteil von Frauen in Führungspositionen stieg nur sehr langsam.

Doch nicht nur die Suche nach weiblichen Führungskräften steht im Fokus von Delta Diversity. Denn nicht nur der Frauenanteil in deutschen Aufsichtsräten ist recht gering – Führungspersönlichkeiten mit Migrationshintergrund sind ebenso in der Minderheit. Hier gilt es, Ursachen zu ergründen und innovative Strategien zu forcieren.

Anja Schelte

Verantwortlich für Delta Diversity:

„Vielfalt bedeutet nicht nur, dass mehr Frauen in Vorständen benötigt werden – das Gleiche gilt für Führungskräfte mit Migrationshintergrund.“